Ergotherapie in Ihrer Stadtfeldpraxis in Magdeburg

Ergotherapie beruht auf medizinischen und sozialwissenschaftlichen Grundlagen und ist ein ärztlich zu verordnendes Heilmittel. Das Ziel ist es, individuelle Handlungskompetenzen im täglichen Leben zu entwickeln und/oder zu erhalten. Durch Genesung, Verbesserung oder Ausgleich der Einschränkungen wird die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verbessert und dadurch die Lebensqualität gesteigert.

Die gezielte Hilfsmittelberatung, eine Wohnraumanpassung oder die Adaptation ihres Arbeitsplatzes (Ergonomie) ergänzen unser Therapieangebot.

Ergotherapie findet unter anderem in unserer Praxis statt, kann aber auch je nach Einschränkung ambulant als Hausbesuch erfolgen.

Laut Heilmittelkatalog geschieht das als eine der vier aufgeführten Behandlungen:

  1. Sensomotorisch perzeptive Behandlung
  2. Motorisch funktionelle Behandlung
  3. Hirnleistungstraining
  4. Psychisch funktionelle Behandlung
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Wo kann die Ergotherapie helfen?

Bei neurologischen Erkrankungen
In der Pädiatrie
Bei geriatrischen Erkrankungen
In der Orthopädie, Traumatologie etc.
Bei psychiatrischen Erkrankungen

Ergotherapie in der Pädiatrie

Kind spielt mit Holzspielzeug im Rahmen einer ergotherapeutischen Sitzung

Unser Behandlungskonzept im Bereich Kinderheilkunde

Kinder und Jugendliche benötigen bei Einschränkungen wie Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen Hilfe im Alltag. Gemeinsam mit den Kindern und Eltern erarbeitet unsere ergotherapeutische Praxis nach einem gründlichen Erstgespräch ein Arbeitskonzept für die anstehende Therapie. Dabei steht vor allem die Formulierung kleiner Alltagsziele im Vordergrund, da Kinder und Jugendliche dadurch besonders leicht und gut motiviert werden können.

Nur durch eine motivierte Mitarbeit bei der Therapie kann man in der Pädiatrie und Kinderheilkunde spürbare Erfolge verzeichnen. Aus diesem Grund achten wir stets auf die Beweggründe und Motivationen unserer kleinen Patienten und ermöglichen diesen die Ziele der Therapie mit zu bestimmen. Die Behandlung findet entweder als Einzel- oder Gruppentherapie statt.

Ergotherapie zur Bewältigung des Alltags

Eine nicht unerhebliche Zahl an Kindern leidet unter körperlichen und motorischen Einschränkungen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, diese Kinder in ihrem Leben zu bestärken und Ihnen die Möglichkeit einer besseren Alltagsbewältigung zu ermöglichen.

Dabei arbeiten wir eng mit allen beteiligten Berufsgruppen zusammen um einen möglichst großen Erfolg verzeichnen zu können: In direkter Absprache mit Ärzten, Lehrern, Erziehern und Logopäden erstellen wir umfassende und in den Alltag eingebundene Konzepte für unsere Behandlung. Somit können wir in der Pädiatrie und Kinderheilkunde besonders effektive Erfolge erzielen und den Kindern bei der Verringerung ihrer Einschränkungen behilflich sein.

Häufige Auffälligkeíten bei Kindern

  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeit
  • ADS / ADHS
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Störungen der Fein- und Grobmotorik
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Angst / Aggressionen
  • geistige und körperliche Behinderungen
  • Autismus/Asperger Syndrom
  • Wahrnehmungsstörungen
  • graphomotorische Defizite
  • Störungen des Sozialverhaltens

Mögliche Inhalte einer Behandlung

  • Förderungen der Wahrnehmung
  • Konzentrationstrainig
  • Förderung der Fein- und Grobmotorik
  • Verbesserung der Sozialentwicklung und Kommunikationsfähigkeit
  • ADHS/ADS Behandlung
  • Therapie von Entwicklungsverzögerung
  • Behandlung von Lern- und geistigen Behinderungen
  • Verbesserung des Bewegungsablaufes
  • Händigkeitsberatung
  • Vorschulberatung
  • Entwicklung von Problemlösungsstrategien

Ergotherapie bei geriatrischen Erkrankungen

Geriatrie ist die Lehre von den Erkrankungen des Alters. Sie befasst sich mit der Verhütung, Erkennung und Behandlung. Hierbei unterscheidet man zwischen Erkrankungen, die plötzlich und über längeren Zeitraum oder immer wiederkehrend auftreten. In der Geriatrie werden sowohl körperliche als auch geistige Erkrankungen erfasst.

Im Alter findet ein zunehmender Abbau aller Fähigkeiten und Funktionen statt. Zum Beispiel lässt die Reaktionsgeschwindigkeit nach, Bewegungen werden langsamer und das Bewegungsmaß geringer, die Schärfe der Sinnesorgane lässt nach. Dieser fortschreitende Abbau ist zunächst einmal normal und kann teilweise kompensiert werden. Wenn dieser Abbau zu schnell abläuft und durch weitere Erkrankungen zusätzlich begünstigt wird, spricht man von einem krankhaften Verlauf.

Mögliche Inhalte einer Behandlung

  • physiologische Bewegungsanbahnung / Bewegungserhalt
  • Sturzprophylaxe
  • gelenkschonendes Verhalten im Alltag
  • Sensibilitätstraining
  • Hirnleistungstraining
  • Alltagstraining zur Förderung der Selbstständigkeit bei Aktivitäten des täglichen Lebens, wie Anziehen, Toilettengänge und Einkaufen
  • Beratung zur Schienen- und Hilfsmittelversorgung, ggf. Hilfe bei der Antragsstellung bei der jeweiligen Krankenkasse
  • Umfeldberatung / Beratung der Angehörigen
  • Gesprächstherapie

Häufige Erkrankungen des Alters

  • Demenz / Morbus Alzheimer
  • Bewegungseinschränkungen
  • Altersdepression

Orthopädie, Traumatologie, Rheumatologie, spez. Handtherapie

Ergotherapie in den Anwendungsgebieten der Orthopädie, Traumatologie oder Rheumatologie, zielt darauf ab, die Beweglichkeit wiederherzustellen und die Muskulatur zu kräftigen. Gleichzeitig fördert die ergotherapeutische Behandlung die Geschicklichkeit und Koordination vor allem der Hände und Finger. Durch gezielte sensorische und/oder motorische Übungen (Kraft, Beweglichkeit, Sensibilität), Beratung bei Hilfsmitteln, Kompensationstraining, Schienen- oder Training von Alltagsaktivitäten werden Erkrankungen gemildert, Schmerzen reduziert und Fähigkeiten gestärkt.

Unsere Hände ermöglichen es uns, mit vielfältigen, exakt aufeinander abgestimmten Bewegungen unsere Umwelt wahrzunehmen und durch Tasten und Fühlen zu begreifen. Ist jedoch unsere Handfunktionen gestört, verursacht dies im Alltag oft enorme Probleme. Hier setzt die Handtherapie an und beschäftigt sich mit der Behandlung von Einschränkungen im Schulter-, Arm- und Handbereich. Ziel ist es, Funktionsstörungen zu vermeiden oder verlorengegangene Funktionen wiederherzustellen.

Die häufigsten Funktionseinschränkungen sind

  • Frakturen, Sehnen-, Weichteil- und Nervenverletzungen der oberen oder unteren Extremität, z.B. bei Distorsionen und Luxationen, Rupturen, Verbrennungen, Amputationen
  • Arthrose
  • Carpaltunnelsyndrom (CTS)
  • Rheumatologische Erkrankungen
  • Narbenbeschwerden
  • Schmerzen z.B. bei einem CRPS (Cronical-Regional-Pain-Syndrom)
  • Tennis- und Golferellenbogen (Epicondylitis humeri)
  • Angeborene oder erworbene körperliche Einschränkungen
  • Einschränkungen im Bereich der Grob- und Feinmotorik

Mögliche Inhalte der Behandlung

  • Bindegewebsmobilisation
  • Aktive und Passive/Assistive Bewegungen
  • Narbenbehandlung
  • Blocking Übungen
  • Wiederherstellung der Gelenkfunktionen und Gelenkbeweglichkeit
  • Sensibilitätstraining z.B. nach Nervenverletzungen
  • Thermische Anwendungen (Wärme- und Kältebehandlungen)
  • Erstellung eines individuellen Eigenübungsprogrammes für zu Hause

Ergotherapie bei psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen

Frau händelt psychosomatische Erkrankungen

Seit ihren frühesten Anfängen wird Ergotherapie zur Behandlung von Menschen mit psychotischen, neurotischen und psychosomatischen Störungen eingesetzt. Als handlungsorientierte Therapieform kann Ergotherapie helfen, um Leistungen wie Motivation, Belastbarkeit, Antrieb, Ausdauer und Selbständigkeit in der Tagesstruktur, situationsgerechtem Verhalten, psychischer Stabilität oder Realitätsbezogenheit zu erhalten oder zu verbessern. Die Therapie unterstützt die Betroffenen, die krankheitsbedingten spezifischen Störungen und psychosozialen Beeinträchtigungen zu überwinden und eine selbstbestimmte und eigenständige Lebensführung (wieder) aufzunehmen.

Dabei hilft eine enge Zusammenarbeit des Ergotherapeuten mit den behandelnden Ärzten. Im Vorfeld entscheidet der Arzt, ob die Behandlung in Einzel- oder Gruppentherapie geeignet ist.

Die häufigsten psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen sind Suchterkrankungen, Borderline, Schizophrenie, Depressionen, Angststörungen,
Burnout, Persönlichkeitsstörungen und Psychosen.